Matt Cutts Video | Wie Google feststellt was ein bezahlter Link ist

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Gestern hat Matt Cutts wieder ein neues Video online gestellt, in dem er auf die Frage eingeht:

„Welche Kriterien gelten für das Webspam-Team um zu bestimmen ob ein Link gekauft ist oder nicht?“

Bitte erwartet von dem Video jetzt keine neuen bahnbrechenden Erkenntnisse, denn letztlich gilt immer das gleiche Prinzip, dass Google alles böse findet wo Geld als Gegenleistung fließt oder der Linkgeber ein unverhältnismäßig großes Geschenk für seinen Link/seine Berichterstattung erhält.

Hier Matts Aussagen zusammgenfasst:

Eindeutiger Linkverkauf

Links welche eindeutig gegen die Bezahlung gesetzt wurden. Diese Art machen den größten Anteil unter den nicht natürlich entstandenen Links aus.

Nah am „Geldwert“

Ein weiteres Kriterium für Google ist die Bewertung wie nahe die „Gegenleistung“ für den Link an barem Geld liegt. Einfacher gesagt, wie leicht lässt sich die Gegenleistung in Geld umsetzen bzw. als Geld nutzen. Das würde z.B. auf einen Geschenkgutschein für einen Shop zutreffen. Den kann man oft wieder in Geld umtauschen oder ihn wie Geld zum Shoppen nutzen. Wenn man im Gegensatz dazu nur einen Kulli im Wert eines Euros geschenkt bekommt oder auf ein Bier eingeladen wird, dann ist die Beeinflussung und Link-Motivation doch deutlich geringer als bei einem 500 Euro Einkaufsgutschein. Klingt logisch…

Geschenk oder nur Leihe

Es ist ein großer Unterscheid ob einem ein Laptop oder ein Auto für den Review nur geliehen wird oder ob man es gleich geschenkt bekommt. Leihe ist Gang und Gäbe und nicht verwerflich. Aber warum man sowas teures gleich schenken muss, ist die Frage! Da tendiert Google dazu es als gekauften Link zu werten.

Absicht der Teilnehmer

Hier gehts um die Einflussname auf die Absicht von Gästen, Zuschauern oder eher Konferenz-Teilnehmern. Auf Konferenzen ist es üblich, dass den Gästen irgendwelche free trial-Pakete für neue Software geschenkt werden oder auch Hardware (aber nur auf Entwickler-Konferenzen um einen Push für die Entwicklung von passender Software zu erreichen.). Das ist alles okay, weil die Absicht dahinter nicht auf Links ausgerichtet ist. Verschenkt man aber auf einem Blogger-Treffen plump Laptops, dann ist die Absicht nicht mehr nur themenbezogen. Die Absicht dahinter muss in Frage gestellt werden sagt Matt.

Überraschung oder nicht

Das letzte von Matt genannte Kriterium bezieht sich darauf wie „überraschend“ eine Gegenleistung ist. Also ein Film-Blogger wird kaum vor Verwunderung erstarren, wenn man ihn kostenlos zu einer Film-Premiere einlädt. Schenkt man ihm aber einen Laptop oben drauf, dann ist das wohl eine Überraschung und als Manipulation zu werten.

Alles in allem bleibt hier wieder ewig viel Spielraum für Interpretationen. Aber so sind wir das ja gewohnt vom lieben Herrn Cutts :-)

Robert Ossiander

Robert Ossiander ist seit 10 Jahren mit Leib und Seele SEO und betreut bei der One Advertising AG namhafte Kunden im Bereich SEO und Content-Marketing.

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